21.07.20 Ein Blog mein Blog

mit Kuli auf'n Block - heute mit Tastatur in 'en blog - warum,

schreib ich als introvertierter Extrovertierter. Oder umgekehrt ? Oder so. Das Menschliche und das Gesellschaftliche beschäftigen mich stets. Auf leiser Spurensuche worin die Liebe oder der Hass begründet liegen. Wieso walten die schönen Künste neben den gleichzeitigen widerwärtigsten Verbrechen manchmal in einer Menschenseele. Dabei such[t]e ich stets die Harmonie, den Konsenz mit den Mitmenschen. Wohlüberzeugt das es der einzige Weg zum Frieden und zur Liebe ist. Ich bewege mich und lebe in einem bürgerlichen Umfeld, was ich gerne ganz ohne Wertung verstanden haben möchte. Trotzdem, oder besser wahrscheinlich genau deshalb, halte ich mich in diesem Umfeld meist mit meiner tieferen Überzeugung zurück, wissend, oder zu wissen glaubend, das ich andernfalls meine Mitmenschen zu sehr verschrecken könnte. Will man ja nicht.

Andererseits ist der undifferenzierte Durchschnittsdummquark, den man sich oft so anhören muss, nur schwer verdaulich. Wo ist da der richtige Weg, damit ausgewogen umzugehen ? Viele verschiedene Dinge habe ich bereits ausprobiert. Einiges unternommen und kreiert, geschaffen, mich in ziemlich verschiedenen Communitys bewegt, Kontakt zu den unterschiedlichste Gruppen gehabt, viel, sehr viel Spaß und Lebensfreude dabei erfahren - und doch . . .

um es mit Udo Lindenberg zu sagen; "immer auf der Suche, immer auf brennend heisser Spur, egal wann und wo irgendwie bin ich immer wieder so traurig, weiss nicht wohin ich wirklich gehöre" so oder so ähnlich heisst's in ein/zwei Songs von ihm. DAS beschreibt ein Lebensgefühl ganz gut. Nicht nur eins. Meins. Deins.

Damit sollte für die mitdenkendfühlenden LeserInnen obige Eingangsfrage nicht nur rhetorisch beantwortet sein ?! Ich hoff's doch, sonst weiss ich auch nicht.

Es gibt viele gute blogs im Netz, die z.T. [semi]professionell und mit Herzblut betrieben werden. Die sind in vielem besser als meiner, mit denen kann ich nicht konkurieren. Mein Anliegen ist eher der Versuch des Brückenbaus. Zwischen denen, die immer genau Bescheid wissen und in ihrer Community gut verstanden werden, außerhalb aber kaum Beachtung finden. Oder Ablehnung und Anfeindung erfahren.

Das Internet und die Bloggerei ermöglicht [noch?!] unbegrenzte Kommunikation und das Antreffen auf 'Gleichgesinnte'. Wobei, ich muss es leider hinzufügen, dieser Begriff auch schon wieder problematisch sein kann, will man frei in seinen Gedanken und Taten bleiben.


 
 

z u r ü c k