30.07.20 Rolle der Mutter des Attentäters von Halle

Wegen des am 09.10.2019 begangenen fehlgeschlagenen Anschlags auf eine Synagoge in Halle, sitzt Stephan Balliet nun am Oberlandesgericht Naumburg auf der Anklagebank. Es werden ihm 13 Straftaten, darunter Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Das Gericht verlas einen Brief der Mutter, gerichtet an die Halbschwester des Angeklagten, indem sie sich antisemitisch äußerte. Verschwörungstheorien waren ebenfalls Bestandteil. Die Mutter ist eine ehemalige Lehrerin.

Solch abscheuliche Verbrechen gehören bis auf den Grund durchleuchtet. Dabei spielt immer das Elternhaus eine entscheidende Bedeutung. Insbesondere das der Mutter. Und man sieht nicht nur hier aber eben auch, den möglicherweise negativen Einfluss der Mutter, der vielfach unterschätzt, oder übersehen, weil nicht in unsere feminideologisierte Zeit passend, wird. Wenn in der Öffentlichkeit häufig von [sexuellem] Missbrauch berichtet wird gilt unausgesprochen Frau=Opfer Mann=Täter. Der Missbrauch im Elternhaus auf emotionaler, verbaler, erniedrigender Ebene, ist bisher kaum ein Thema. Obwohl solche Verbrechen stark beeinflusst, wenn nicht gar indirekter Auslöser traumatisierender Kindheitserfahrungen sind.

Das Tabuthema Missbrauch durch Mütter an Kinder gehört dringen auf die politische und gesellschaftliche Agenda. Denn Täter sind immer auch Opfer.