07.08.20 Kabarettistin Lisa Eckhart ausgeladen

Das Harbourfront Literaturfestival in Hamburg hat die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart ausgeladen. Die für den 14.09.20 geplante Veranstaltung sei aus 'Sicherheitsbedenken' abgesagt worden. Der Spiegel schreibt sinngemäß; "in dem linken Szeneviertel würden evtl. rasisstische oder antisemitische bediente Klischees nicht hingenommen. Mit Gewalt [der links autonomen Szene?] sei zu rechnen.

Es ist aber auch schlimm. Da erlaubt sich eine Kabarettistin mal nicht wie üblich irgendwie gegen Männer anzustinken, sondern legt die Finger in die [offenbar sehr offenen] Wunden einer selbstüberfressenen, verheuchelten Gesellschaft wie der unsrigen. Und schwups, schon ist sie weg vom Fenster. Genau das ist doch die Wirkfläche politischen Kabaretts. Missstände zu benennen.
Na klaro. Die meisten, die sich über sie echauffieren kapieren offensichtlich die Gedanken und die Kritik hinter ihrer Bissigkeit nicht. Oder, eigentlich wiegt es viel schwerer, sie wollen sich nicht stören lassen in ihrer bequemen Wohlständigkeit. Und so bellen sie halt los, die Wadenbeisser; rassistisch, antisemitisch - zu differenzierteren Gedanken reicht's halt nicht.

Ausserdem: Da stellt sich manches 'links-liberal-feministisches Kabarett' wirklich rassistisch dar. Aber hierbei geht's in der Regel ja nur um den täglich latent steigenden Rassismus gegen Männer.