15.08.20 Grausame Mörderin 11 Jahre Haft

Der Vorsitzende Richter in Konstanz sprach von einem 'absolut grausamen Mord' als er das Urteil über 11 Jahre für eine 84 jähriger Mörderin verkündete.

Die Seniorin habe sich von ihrem 73 jährigen ehemaligen Eheman noch Jahrzehnte nach der Trennung aushalten lassen, aber weder emotional noch finanziell etwas beigetragen.
Nach ewigen Streitigkeiten hatte die Seniorin im Januar 2020 zunächst mit einem Fleischerhammer auf ihr Opfer eingeschlagen, und es anschließend mit Benzin übergossen und angezündet. (Az.: 4 Ks 40 Js 1553/20)

https://www.n-tv.de/panorama/Seniorin-beging-absolut-grausamen-Mord-article21973490.html
Quelle: ntv.de, ter/dpa

Eine 84 jährige Seniorin ins Gefängnis zu schicken, ist sicherlich in vielfacher Hinsicht problematisch zu entscheiden. In so einer tragischen Beziehungstat kann wohl kein Aussenstehender beurteilen, welche Mächte letztlich einen Menschen zu solch einem Verbrechen treiben. Und ob so ein alter Mensch noch zum Besseren sozialisiert werden kann, darf wohl ernsthaft bezweifelt werden.
Das vorweggeschickt sei aber dennoch folgender Gedanke erlaubt.
In der jüngeren Vergangenheit wurden Autoraser, die Unfalltote zu verantworten hatten, zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt. Wie passt das zusammen: Vorsatz und Grausamkeit wiegen offenbar nicht so schwer wie [nicht beabsichtigte] Verkehrsunfalltote. Gleiche Frage gilt auch bei Säuglings- Kinds- Tötungen durch Mütter. Die enden ja nicht selten mit sehr geringen Strafen oder Freisprüchen, weil die Mütter für irgendwie endschuldbar erklärt werden.
Erleben wir hier die sich manifestierende weibliche Juristerei in der Rechtssprechung ?