16.11.20 aus Gott wird Gott*

Professorin für Dogmatik Margit Eckholt                Montage daselbst


Seit längerem schon hören wir von dem Synodalen Weg. Gemeint ist letztlich, Frauen auch im Katholischen Kirchendienst voll umfänglich den Männern gleichzustellen. Also auch die Priesterweihe und selbst das Papst-Amt den Frauen zuzugestehen.
 
Frauen leisten seit je her wertvolle Dienste in der Kirche und sind auch hier unverzichtbar. In diesen Kreisen finden sich noch fürsorgliche Frauen, die sich ernsthaft um das Wohl ihrer Mitmenschen sorgen und kümmern. Die nicht an erster Stelle auf's Finanzielle schauen oder Anerkennung einfordern. Selbstlose Nächstenliebe praktizieren und leben sie Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Daraus folgt ein grosses Verständnis für die engagierten Kirchenfrauen, die den Männern gleichberechtigt sein wollen.
 
Wem die geistige Dimension christlichen Denkens und Handelns nicht fremd sind, weiss, wo in der Gegenwart die Probleme und Fallstricke liegen, diese Ziele zu realisieren. Es werden sich nach Öffnung aller Ämter auch jene [Karriere]Frauen einfinden, die sich mit dem Christentum nur verbal oder zweckmäßig, pragmatisch verbunden fühlen. Es wird nicht lange dauern, bis die gesellschaft-
lichen [Gender]Konflikte in die Kirche hereingetragen werden. Früher oder später ist dann auch in der Kath. Kirche das Frauenthema alles dominierend, der tragende, christliche Gedanke bald nur noch störendes Beiwerk.
Es geht ja jetzt schon damit los, aus Gott - Gott* machen zu wollen. Wodurch die geistige Spiritualität im kath. Christentum zu einer banalen Verweltlichung femininistischer Oberflächlichkeit herabgewürdigt wird.
 
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