10.12.20 Was haben Quotenfeministinnen mit Albanien zu tun ?


Nicht viel bis überhauptgarnienichts ! Oder doch ?
 

   Albaniens Platz an der Sonne noch bis 08.03.2021 in der ARTE-Mediathek

Zur Zeit nimmt auf der feminpolitischen Agenda das Thema verbindliche Frauenquoten in den Vorständen großer und DAX Unternehmen per Gesetz zu erzwingen, Platz 1 ein.
Dabei spielt es für die Politikerinnen keine Rolle, was in einschlägigen Gesetzen bis hin zum Grundgesetz längst zur Erhaltung unserer Demoktratischen Grundordnung aus sehr guten Gründen festgeschrieben ist. Darin heisst es sinngemäß; ' . . . jeder Bürger kann grundsätzlich je nach Ausbildung, Befähigung und [charakterlicher] Eignung in jedes Amt berufen werden.' Von Geschlechtskriterien steht da nichts. Auch von gewissen Quoten nach ethnischer Herkunft [wie jüngst von Grüninnen und Linkinnen in Berlin ins Gespräch gebracht - das wäre vermutlich der nächste Schritt] lesen wir da rein garnichts. Was ja schon Grund genug ist, diesen Forderungen nicht stattzugeben. Die vorgebrachten Gründe solcher Quotenreglungen sind eigentlich simpel und entlarvend genug, um sie nicht ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Trotzdem;
Die Frauen seien bestens ausgebildet und daher für solche Positionen ebenfalls gut befähigt. Es bräuchte eine größere Repräsentanz der weiblichen Bevölkerung, die Wirtchaft profitiere durch mehr weibliche Sicht auf die Dinge.
Gehen wir einmal von der theoretischen Richtigkeit dieser Behauptungen aus, stellt sich doch unmittelbar die Frage; warum wird dann keine verbindliche Frauenquote auch für alle anderen Berufe gefordert ? Wer sich der Beantwortung dieser Frage nähern möchte, möge die Gedanken einer Quotenbefürworterin von ihr einholen. Das Ergebnis spricht Bände. Es geht nämlich nur um die gutbezahlten und bequemeren Jobs mit viel Prestige - was freilich so direkt keine zugeben wird.
Die letzten dreissig Jahre haben gezeigt, wie trotz massiver Frauenförderung an Schulen und Unis, im Beruf und besonders intensiv bei der Realisierung selbstständiger Berufswünsche, mehrheitlich letztlich trotzdem die Männer langfristig auf Erfolgskurs gelangten. In den 1990er Jahren wollte man die rasant wachsende Branche in der InformationsTechnik durch Sonderförderprogramme exclusiv nur für Mädchen und Frauen diese an diese Berufe heranführen. Sondertöpfe für Frauen, die eine Firma gründen wollten, ohne weitere Auflagen mit sehr komfortabelen Bedingungen führten kurzfristig zum gewünschten Erfolg. Firmengründungen in der IT mit ausschließlich weiblicher Besetzung und [kostenfreien, öffentlicheen] Krediten erblickten das Tageslicht. Jedoch ist mir kein Unternehmen aus diesen Anfängen bekannt, das heute noch existiert. Kurzfristige künstliche Luftblasen, sonst nichts.
Dabei gibt es immer noch sehr gute realistische Möglichkeiten für engagierte Frauen, sich am Markt zu behaupten. Ganz ohne Quote, ganz ohne Sonderrechte. Eben gleichberechtigt mit den Männern. Ein schönes Beispiel solch einer innovativen Firmengründung zeigte gestern ARTE. Albaniens Platz an der Sonne. Ein Solarunternehmen startet durch. Was hindert die Frauen gleiches zu tun ?
Der Mangel an Ideen ? Der Mangel an Können ? Der Mangel an eigener Antriebskraft ? Der Mangel an pragmatischer Herangehensweise ? Der Mangel verlässliche Partnerinnen an sich binden zu können ? Der Mangel an Mut ? Ist es die Angst, wirklich eigenverantwortilch wirtschaften zu müssen - ohne die Absicherung als Angestellte in einem Konzern ? Irgendwie etwas von all dem muss es doch sein. Und das ist der Grund, warum Widerstand gegen Quotenregelungen herrscht. Männliche Vorstände sind wesentlich risikobereiter und faktenorientiert, wogegen das Weibliche eher ihren Wunschbildern und Traumschlössern nachhängen. Und das ist keine Kritik. Ganz im Gegenteil. Gottlob gibt es ja auch diese Ebene der menschlichen Existenz, die im übrigen sehr bereichernd ist - im globalen, hart umkämpften Wirtschaftsleben jedoch eher hinderlich.
Es würde den Spaltungstendenzen und Unwuchten in der Gesellschaft wohltuend entgegenwirken, wenn Frauen aufhörten Männer sein zu wollen. Und Männer aufhörten Frauen sein zu wollen [bzw wollen sein zu sollen - oder so ähnlich].
 
Sind wir wieder ehrlicher miteinander. Was ist schlecht daran, wenn der Papa das Häusle baut, während die Mutter die Kinder versorgt ? Umgekehrt, sich gegenseitig ergänzend geht's teilweise auch -okay, wohlan. Aber durch Quote Zwang aufbauen, ist doch im Grunde ziemlich verlogen und unrealistisch. Und wer meint, diese Position sei konservativ und grad deshalb schlecht, die meint sicher auch Fressen-Saufen-Ficken [frei nach einem weibl.Popsong], Konsumieren sei ihre berechtigte Forderung an's Leben. Das wäre doch schade und ziemlich dröge.
 
Bedenklich ist die Selbstverständlichkeit wie sich solche Quotenforderungen inzwischen ins kollektive Bewusstsein eingenistet haben. Weil wir mal angetreten sind durch 'Grüne Politik' dem Klimawandel entgegenzuwirken, haben wir fast beiläufig diese anderen Forderungen grüner, 'sozialer' und linker Politik uns zueigen gemacht. Da darf man schon mal fragen oder gar mutmaßen; wenn der Ruf nach Frauenquote normal, mainstream, ja mehrheitsfähig geworden ist, weil wir ständig entsprechend indoktriniert werden, wird sich im gleichen Fahrwasser engstirniges Gedankengut bei weit angelegten 'Säuberungsaktionen' in der Folge ebenfalls etablieren. Was sich bereits vielerorts zeigt, wo Geschichte umgeschrieben, ungenehme Bücher auf den Index geraten, und selbst unpolitische Künstler gecancelt werden, die sich erdreisten abweichende Meinungen zu vertreten. Bei den Älteren zumindest sollten spätestens an dieser Stelle doch alle Alarmglocken läuten.
 
Eine folgende Generation wird womöglich wieder fragen, warum habt ihr das zugelassen ?
Mal wieder nichts bemerkt ?

 
Siehe auch meine post's
13.08.20 NachfolgerInnen dringend gesucht       12.08.20 Quoten Quark