12.12.20 Amnesty International + UN-Konferenz gegen Folterhandel


Gestern am 11.12.20 fand in New York die online - Konferenz der Vereinten Nationen und der 'Allianz für Folter-freien Handel' mit Amnesty International statt.
 
Als junger Erwachsener, der sich stets kritisch mit dem politischen Zeitgeschehen auseinandersetzte, waren mir noch Aktionen z.B. auch von Amnesty International wesentlich näher, als sie das heute sind. Umso mehr wundere ich mich heute im Nachhinein über mich selbst, am vorletzten Samstag einen Amnesty-International-Aktivisten, der an seinem Stand mit mir ins Gespräch kommen wollte, wegen -mea culpa- grad keine Lust keine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Das tut mir leid und zeigt mal wieder, wie häufig sich unser Denken um die eigenen Befindlichkeiten dreht.
Vor diesem Hintergrund möchte ich deshalb über die gestrige AI-Aktion aufmerksam machen.
 


Schrecken im Jemen

So berechtigt und wichtig es sein mag, unsere bundesdeutschen Problemfelder stets zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, so sehr besteht dabei die Gefahr, den Blick über unseren Tellerrand zu vergessen.
Angesichts der globalen Schlachtfelder, Menschenrechtsverletzungen und staatlichen Unterdrückungen sind unsere Gender- Feministen- Gleichstellungs- Themen eigentlich Banane. Im Grunde genommen zeigen unsere diesbezüglichen Diskussionen und Auseinandersetzungen wie gut es uns gehen muss. Die KämpferInnen ['soziale', grüne, linke PolitikerInnen und GenderUmtriebene] auf diesen Gebieten sollten einmal innehalten und sich vergegenwärtigen, welch glücklichen Umstände, zu deren Verwirklichung sie in aller Regel garnicht selber aktiv mit beigetragen haben, sondern lediglich NutzniersserInnen voriger Genearation sie sind, denen sie es zu verdanken haben, sich hiermit überhaupt die Zeit vertreiben zu können. Inzwischen findet dieser Diskurs nicht mehr aus Überdruss [wobei, natürlich, die anfänglichen feministischen Forderungen waren voll berechtigt und verdienten auf breiter Ebene unterstützt zu werden] statt, hat er sich doch längst zum bierernsten Politikum gemausert, was ja das Problem geworden ist und mir auf Verfallsstrukturen im gesellschaftlichen Miteinander hinzuweisen scheinen. Wir verlieren die Aufmerksamkeit für's Wesentliche.
 
hier zur Amnesty International Pressemitteilung  bzgl. UN-Konferenz gegen Folterhandel
Der-39 seitige englische Artikel kann bei Bedarf bei mir für private Zwecke angefordert werden.