13.01.21 Yin und Yang, das Chaos und die Quotenpolitik *


Wer den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, sowie Verlautbarungen und Absichten der Gruppen verfolgt, die vorgeben, für eine gerechtere Verteilung in der Geschlechter - Welt bedürfe es mehr administrativer und gesetzlicher Regularien, dem wird nicht verborgen bleiben können, wie sich mit zunehmender künstlicher Verweiblichung des öffentlichen Lebens mehr und mehr das Chaos breit macht[e]. Denn es gibt ihn durchaus, den Zusammenhang zwischen einer überbordenden weiblichen Dominanz in Verwaltung und öffentlichen Institutionen und dem damit einhergehenden Verfall des Know-hows, unkalkulierbaren, launigen sog. Serviceleistungen bzw. nebulösen Zeitmanagements. Öffentliche Bauvorhaben beispielsweise werden immer häufiger zum Fiaskus, weil es auf breiter Front an fachlich qualifiziertem Behördenpersonal fehlt. Die gut quali- fizierten und motivierten Bauingenieure tun es sich in der Regel nicht an, unter einer Quoten-Baudezernentin mit schwierigem Doppelnamen und einer sog. Gleichstellungsbeauftragten im Ämtlerinnendschungel der unspezifizierten Kompetenzen Dienst zu verrichten. Vielmehr werden sie von pragmatisch strukturierten Privatgesellschaften umworben, in denen sie ihr Können und ihre Kreativität der Sache [und nicht für ideologische Diversitätsgrabenkämpfe] widmen können.
 
Viele, sehr viele Vorstöße [inzwischen eigentlich alle] hin zu einer behaupteten 'gerechteren' Frauenpolitik, zielen im Grund genommen und ziemlich banal durch- schaubar, auf eine einseitige Bevorzugung eitler, feminer Machtansprüche.
Von daher drehen all die Menschen sich im Kreise, die aufrichtig und mit besten Absichten den Konsens, den Weg zum friedlichen Miteinander suchen. Dazu ge- hören wahrscheinlich auch all die 'Verständigen' und [domestizierten] Maskulinos, die sich den feminen Forderungen anschließen, gar in vorauseilendem Gehorsam ihrerseits neue Wünschekataloge für die femine Komfortzone ersinnen. Wodurch sich paradoxerweise in verunsicherter Gegenwehr bis dahin auch ausgewogene Herren zu chaotischen Aktionen hinreissen lassen. Auf sachliche Pro- und Kontra- Argumente lassen sich in diesem Kontext nur noch die wenigsten ein. Wir sollten also einmal innehalten und einen Perspektivwechsel wagen.
 
Die alten Ägypter stellten sich das frühe Universum als einen gestaltlosen Abgrund namens Nut vor [auch moderne Hypothesen verfolgen diesen Ansatz]. Nut gebar Ra,die Sonne. In einer chinesischen Schöpfungsgeschichte entspringt ein Strahl reinen Lichts, YANG, dem Chaos und errichtet den Himmel, während das zurückbleibende schwere Trübe, YIN, die Erde bildet. YIN und YANG, weibliches und männliches Prinzip, gehen dann daran, die zehntausend Dinge [mit anderen Worten - alles] zu erschaffen. Es fällt auf, daß die Prinzipien von YIN und YANG auch nach ihrem Auftauchen in den Eigenschaften des Chaos, dem sie entsprangen, beibehalten werden sollen.
Zuviel YIN oder zuviel YANG wird das Chaos zurückbringen.
 
Das biblische Universum beginnt wüst und leer, also gestaltlos, bis Gott es erschafft oder anordnet [vergleiche zur Erinnerung im AT 'Genesis']. Dieser Kampf gegen die Unordnung ist aber nicht ein einmaliges Ereignis. Die Sintflut, Satan, die Peiniger Jesus Christi, in alledem wird das hydragleiche Chaos offenbar, das weiterhin sein Haupt erhebt. Und als bei Jesus Kreuzigung die Erde erbebte und die Felsen zerrissen und die Gräber sich auftaten, da drohte die Unordnung die Schöpfung wieder einzuholen. Vielleicht aber sollte das Grollen des Chaos vor allem ankündigen, daß eine neue Ordnung im Kommen war. Oder findet etwa Gottes beständiger Kampf mit dem Chaos in ihm selbst statt, da ja aus mancherlei Sicht der jüdisch- christliche Schöpfer selbst ebensosehr Chaos wie Ordnung ist ? Gott ist der Wirbelsturm, der wilde Zerstörung, der Bringer von Plagen und Überschwemmung. Um Schöpfer zu sein, muß man offenbar an einer diffusen Grenzlinie zwischen Ordnung und Chaos arbeiten. Viele Kulturen haben diese Sicht geteilt. Die Gestalt, die aus dem Dunst dieses Grenzbereichs hervortritt, ist Dionysos, der Gott jener ziellosen Besesenheit, die unter aller kulturellen Routine zu finden ist; es ist der indische Schöpfergott Shiva, der an schrecklichen, unheimlichen Plätzen lebt wie an Schlachtfeldern und Kreuzwegen, es sind die Ungheuer Sünde und Tod.
Das 'Dionysische Prinzip' verliert bis in die Gegenwart durch die Betrachtungen z.B. eines Friedrich Nietzsche' nichts an Gültigkeit. Ganz im Gegenteil will mir scheinen, war er doch mit seinen darüber hinausgehenden 'Unzeitgemäßen Betrachtungen' seiner Zeit weit mehr als 100 Jahre voraus. Womit wir ihn gerade auch heute gut und gerne als Vordenker [wieder] aufleben lassen könnten.
 
Die gesamte künstliche FeminQuotenGenderDiversitäts - 'Problematik' nährt sich, wie auch der damit einhergehende extreme Neoliberalismus unserer Tage, aus z.T. gegensätzlichen Machtansprüchen, undurchdringlichen Widersprüchlichkeiten, um nicht zu sagen unberechenbaren Unauflösbarkeiten. Typische Merkmale des Chaos also. Wie oben geschildert sind bereits in der Mythologie, der Antike aber auch in moderneren westlichen wie östlichen Kulturen bis hinein zu unserer neueren Geschichte Verfallserscheinungen längst bekannt; 'wenn die Welt aus den Fugen gerät'.
Yin und Yang, Dionysos und Apoll, Frauenrechte und Männerrechte, einmal aus dem Gleichgewicht ins Chaos geraten ebnen z.B. einem Donald Trump den Weg. Und das, so ist zu befürchten, war erst der Anfang. Die Erstürmung des Deutschen Bundestags und die des Kapitols eine Zäsur.
 
  
B l o g - a k t u e l l