14.09.21 Vom Sinn und Unsinn des Doppelnamens

Meine online-Suche nach einem Facharzt wird jäh unterbrochen.
Die Offerte von Dr. Hanne Elfriede Guntemann-Schmidthausen veranlasst mich, zu der folgenden Überlegung.
 
In unserer [Groß]Eltern-Generation hieß es z.B. noch Fräulein Dr. Hanne Elfriede Schmidthausen, sollte die promovierte Dame noch ungeehlicht sein. Daran ereiferten sich die ersten Hardcorefeministinnen der 60er Jahre - ob der total schlimmen Diskreminierung. Weil man ja daran erkannte, dass das gute Frl. Dr. noch keinen Begatter gefunden hatte. Oder auch garnicht wollte. Aber das ist egal. Mann sollte nicht mehr erkennen dürfen, ob die gute Doktorin bereits in den Ehehimmel aufgestiegen ist.
Okay soweit sogut - nachvollziehbar. Es gab ja auch kein Herrlein.
 
Aber hey was ist das jetzt. Immer mehr 'fortschrittliche'?! Frauen wählen bei ihrem Triumpfzug in den Ehehafen [zumindest für sich] einen familiären Doppelnamen. Also in der Form Familienname des Mannes mit Bindestrich verbunden Familienname der Frau. Ja toll - was so alles geht. Aber warum tun diese Frauen das? Passen doch von nun ab in der Regel ihre ausgeschriebenen Doppelnamen z.B. auf kein Formular mehr und auch sonst ziemlich unpraktisch. Und das sie verheiratet sind, lässt sich nun auch wieder [die Ausnahme bestätigt die Regel] am Namen [weil Doppel-] erkennen. Was sagt uns das - sagt uns das was?
 
Widersprüchlichkeiten wie so vieles, was aus dieser Richtung kommt, Hauptsache gewichtig rüberkommen. Oder was ist hier los. Sorry, ich hab's noch nicht verstanden.


 
 

z u r ü c k