22.10.21 Dreifaltigkeit der einseitigen IC-Denke

Manchmal überlege ich, ob's sinnvoll ist, mir bald einen neuen PKW zuzulegen. War das bisher lediglich eine Frage des Geschmacks, Art, Design, Kosten etc, so hat sich auch dieses Vorhaben zu einem privaten Politikum verkompliziert. Schliesslich will man ja als [wenn auch passiver] 'Greenpeacer' und ursprünglich leidenschaftlicher Befürworter und Unterstützer von 'grüner Politik' der Umwelt zuträgliche Entscheidungen treffen. Kurzum die Frage stellt sich;
Verbrenner, Elektro oder Hybrid. Die Dreifaltigkeit der Mobilität.
Folgt man dem Zeitgeist, darf's nur ein Elektro allenfalls ein Hybrid sein. Jedoch schon die Frage nach der Batterie-Technologie, führt uns auf schwieriges Terrain. Wenn wir uns klar machen, eine Auto-Batterie beinhaltet ungefähr 30 kg Nickel, 8 kg Lithium, 10 kg Mangan und etwa gleich viel Kobalt, und darüber hinaus schauen, WO kommen diese Rohstoffe unter WELCHEN Umständen her, Die Welt Kinderarbeit-fuer-Elektroautos     DLF Kobaltabbau im Kongo ergibt sich ein ziemlich düsteres Bild. Ungeachtet dessen, wird das E-Auto ideologisch gepuscht. Der z.B. nur begrenzt verfügbare Rohstoff Kobalt, die ausbeuterische Rohstoffgewinnung in Afrika bei denen Menschenrechte und die Würde garkeine Rolle spielen, werden vollkommen ausgeblendet. Die energieverschlingende E-Auto-Produktion, die Entsorgung etc, alles egal, Hauptsache wir machen auf Grün und nachhaltig. Ist es aber rein sachlich und technologisch betrachtet nicht. Und das die Grünen bei wachsender E-Mobilität antiproportional leider aber knapper werdendem deutschen Ökostrom, diesen am Europäischen Energiemarkt [Kohlekraftwerke in Polen, Atomkraftwerke in Frankreich usw usw] dazu kaufen wollen, ist doch ein Treppenwitz, wie ihn nur vollkommen ahnungslose oder vergrämte IdeologInnen verbreiten können. Schlichtweg eine Farce.
Zur Zeit haben wir darüber hinaus Produktionsstopps bei vielen PKW-Arten, weil IC's [integrated circuit also integrierter Schaltkreis, Mikroprozessor] -Chips fehlen. Diese kleinen schwarzen Plastikteile, von denen ein Bekannter mal abschätzig meinte, was ist das Plastikteil so teuer, keine Ahnung dessen, welch hochkomplexe Halbleitertechnologie in ihnen verbaut ist. Ohne sie läuft ja so gut wie garnichts mehr. Wir können froh sein, wenn uns die Chinesen, bei denen Hannes Jaenicke, den ich im übrigen wegen seiner Umweltaktivitäten durchaus schätze, sinngemäß mal sagte, nichts kaufe, weil die so schlechte Standards hätten, mal wieder IC's liefern. Vermutlich beurteilt er das heute anders, wissentlich wie komplex alles ineinander verzahnt ist. Lehren, nebenbei bemerkt, die Buddhisten schon 'ewig'.
Diese einseitige Denke über Batterien und IC's [deren Rohstoffe auch langsam knapper werden] müssen wir schnellstens ablegen. Die Welt ist komplexer geworden und grüne IdeologInnen sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Ein Umdenken wäre sicherlich hilfreich - Richtung Wasserstoff beispielsweise.
 
- ich sach ja nur -
 
 

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