18.11.21 . . dass Köln eine so dermaßen hässliche, uneitle Stadt sei

sagt keine Geringere als unser Engelchen Anke Engelke; in einem Interview mit der 'FAZ' anlässlich der Vorstellung ihres neuen Films 'Mein Sohn'.
Puh kurz innehalte - hä was jetzt, meint die das ernst. Im Ernst oder im ErIch. Schätze ma, et Schätzelein buhlt um Aufmerksamkeit wegen dem neuen Film, da sagt frau halt auch schlimme, janz schlimme Sachen. - - Köln hässliche Stadt - - Tsss
' Auf die Frage nach ihrer schwindenden Bekanntheit bei Jüngeren antwortet Engelke: Ich lebe in Köln, und da ist es egal, wer man ist. Die Komikerin führt weiter aus, dass Köln eine so dermaßen hässliche, uneitle Stadt sei, dass das auf die Bewohner abfärbe. Kölner und Kölnerinnen seien ganz und gar unglamurös und Engelke genieße es, in einer solchen Stadt zu leben.'
Oh Freunde, nicht diese Töne. Liegt ja alles im Auge des Betrachters.
 
Denn, wer so redet, kennt Köln ganz offensichtlich nur aus einseitigen Perspektiven. Aus dä KölnerVerkehrsBehinderung zätbeh offiziellsprech KVB. Würde sie des öfteren mal ihr Veedel verlassen, vorzugsweise per pedes oder per Lasten(!!)Rad [ich meine wer sich schon für uneitel hält, aber veryvery korrekt gendert, fährt nicht nur Rad mi'm Sohnemann sondern hey - fährt LASTENrad], so könnte ihr nicht entgangen sein, dass der von echten Kölnern liebevoll genannte 'Der Alte', also Konrad Adenauer, der Rosenzüchter und Naturfreund, seines Zeichens Oberbürgermeister [bis die Nazis ihn absetzten] von Köln, später Bundeskanzler der jungen Bundesrepublik Deutschland für jede Menge Grünflächen in und um die Stadt gesorgt hat. Das musst Du in anderen Städten erstmal finden. Der Grüngürtel, eine sehr breite Parkfläche als äußerer Grenzstreifen um die Stadt angelegt, ich weiss grad nich wieviele große und kleine Parks in der Stadt, vom Rheinpark, dem Zoo, der duftend weiträumigen Flora, bis hinunter in jedes Stadteil, überall befinden sich ganz ausgezeichnete und gepflegte Riesenparks. Die weitläufigen Flächen um die Uni herum, mit Tierpark und künstlich angelegten Wasserstrassen, uralten Bäumen und Römerüberbleibsel, also näh ehrlich Engelchen äh Engelke'n, das ist alles andere als'dermaßen hässlich'. Ich könnte weiter aufzählen, selbst in so unspektakulären ehemaligen Arbeiter- Stadtteilen wie Kalk, Mülheim, Nippes [mein altes Zuhause, inzwischen hip, hipper geht's kaum] findest Du schöne Bürgerparks. UND, all diese Parks, sind vom Grünflächenamt gut in Schuss gehalten und für Freizeitaktivitäten jederzeit besuchbar.
Alles richtig einheimelnd. Määnsch Anke, Du hast doch sonst die Sinne gut beieinander.
  dat Bild is von mir daselbst im Mai '21 im Rheinpark entstanden, links zwischen de Bäum luhrt de Dom durch

 
Einzig was die architektonische Bebauung betrifft, ist Köln zugegeben eher, nahja - mäßig. Bedingt durch die totale Zerbombung im Kriesch und der oftmlas städtebaulich schnellen aber lieblos durchdachten Neubebauung macht sie in der Tat nicht auf Schickimicki, wie z.B. die Erzrevalin Düsseldorf mit ihrer 'Kö' [nigs Allee], sondern gibt sich eher pragmatisch 'hallo hier bin ich, ich kann nicht anders'. Eine mondäne Betonsachlichkeit odder e su. Ja un - wo is dat Problem - hä.
Denn andererseits hat sie für den Geniesser jede Menge [Römer]- und moderne Kunst zu bieten. Die Kneipenkultur ist legänder ['...drink doch ehne mit...' ]. Der weltbekannteste aktuelle Künstler, der Gerhard, der Richter, lebt hier und hat ein Domfenster gestaltet, das spektakulär Moderne mit Gotik vereint. Die neuen Rheinstufen zum Verweilen auf der Deutzerseite machen den Blick frei auf eine atemberaubende Silhouette; den drei hochmodernen 'Kranhäusern', den Rheinbrücken, der Martinskirche, den schnuckeligen Altstadthäuschen und schließlich dem Dom, und gleich daneben der Hauptbahnhof. Im Hintergrund der Telekomturm, ja Mensch, was bitte ist daran häßlich? Aber Schwamm drüber. - Ach Anke komm gib's zu, tief in deinem Herzen findest Du Köln auch wunderschön, und ziehst Dir heimlich mal die Jeckenjacke an.
 
Das muss an der kölschen [katholsichen] Seele, und an derer der Immis im Besonderen liegen, ein masochistischer Hang zur Selbstläuterung nach rauschenden Festen humbahumba tätärä - ich sach nur - äfzeh.
 
Ach Anke, wir finden dich trotzdem toll und das Entscheidende ist und bleibt ja sowieso; Köln ist ganz und gar unglamurös un, möchte ich hinzufügen, 'Hauptsach et Hätz is jot'. Das ist's was auf viele Immis magisch anziehend wirkt. Wie bei Dir. 'Et kütt wie et kütt, denn et is noch immer jot jejange'.
 
luhr ens 'KStA': dermassen-haessliche--uneitle-stadt
luhr ens 'FAZ':   Ein Gespräch über das Älterwerden und öffentliche Wirkung
luhr ens 'Köln':  'Rheinpark'
 
 
 


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