03.12.21 single Embryo Transfer - führt wozu?

Laut dem neu verhandeltem Koalitionsvertrag soll der Paragraph § 219a, der das Bewerben von Abtreibungen bisher verbietet, gestrichen werden. Vorgeburtliche Kindstötung wird also nicht nur legalisiert, sondern sie darf von Ärzten auch beworben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten 'als Teil einer verlässlichen Gesundheitsversorgung'. Mit gleicher Logik und Begründung, müsste es konsequenterweise demnächst Kondome, Pille, Spirale kostenfrei 'als Teil einer verlässlichen Gesundheitsversorgung' geben. Ja mehr noch, der Besuch in Bordellen steigert bei Bedürftigen die seelische Gesundheit, beugt Depressionen und Einsamkeit vor, ist künftig also auch 'als Teil einer verlässlichen Gesundheitsversorgung' mit einzubeziehen?!
Abtreibungen sollen Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung werden. Das Selbstbestimmungsrecht von Frauen soll gestärkt werden [woran fehlt's denn?]: 'Wir stellen Versorgungssicherheit her . . . sogenannten Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegnern will man wirksame gesetzliche Maßnahmen entgegensetzen'. Na da kann ja einiges auf uns zukommen - Rechtsstaat ade.
Eizellspende, altruistische Leihmutterschaft, 'single Embryo Transfer' bei künstlichen Befruchtungen, ungewollt Kinderlose besser unterstützen, diskriminierungsfreie künstliche Befruchtungen, Förderfähigkeit auch bei heterologer Insemination, unabhängig von medizinischer Indikation, Familienstand und sexueller Identität . . .
Vieles geht in die Richtung, unser traditionelles Familienbild, Mutter, Vater, Kinder zu zerstören.
Aus Kreisen der Katholischen Kirche, so sollte man meinen, werden solche Ansinnen kritisch hinterfragt. Nun hat aber das Zentralkomitee der Katholiken mit der ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp eine Frau, die sich nicht nur rein äußerlich sondern auch mit standesgemäßem Doppelnamen aufzuwerten versucht, jemanden an die Spitze geholt, die weniger Katholisch, als vielmehr dem wirren 'ich bin es mir wert - ich kriege nie genug' Zeitgeist verbunden fühlt. Ganz nebenbei ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten, in denen die Maria2.0 Aktivistinnen Oberwasser gewinnen.
 
Manches mag ja reformbedürftig sein. Grundsätzlich aber sollte auch bei diesen Themen das Gleiche gelten wie beim Klimaschutz. Mehr der Natur folgen, weniger menschliche Eingriffe; um es auf ein griffiges Kürzel zu bringen. GrünInnen auch hier widersprüchlich mit Ermächtigungstendenzen.
 
 
 
 

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